




Der
Lylla Biomarkt ist ursprünglich ein Ladenprojekt aus der Zeit der Hausbesetzungen
gewesen. Das Projekt "Lylla Foodcoop" hatte sich zuerst in der Danckelmannstraße
gegründet.
Angefangen hat Verena Hanke zusammen mit anderen Gründern aus der "Foodcoop"
am 9. Dezember 1985, in dem besetzten Haus in der Neufertstraße 13, Ecke Nehringstraße.
Das Haus war in dieser Zeit von dem Verein Leben und Arbeit übernommen worden.
Erhalten hat sich bis heute eine kollektive Struktur bei der Arbeitsorganisation
und der gleiche Lohn.
Das Sortiment hat sich seither erheblich geändert: Am Anfang verkauften die
Inhaberinnen hauptsächlich Produkte aus biologisch angebautem Getreide, direkt
geliefert vom Bio-Regionalgroßhändler. Später kamen dann Backwaren, Konserven,
Non-Food Artikel und schließlich Frischwaren hinzu.
Der Laden wurde ohne Kredite gegründet: die Ladeneinrichtung konnte von einem
Frauenbuchladen günstig übernommen werden, die erste Ausstattung mit Waren
haben die damaligen Betreiberinnen aus ihren Ersparnissen und Familiendarlehen
aufgebracht. Verena ist als einzige aus dem Gründerinnen-Kollektiv bei dem
Ladenprojekt geblieben.
Der
Laden ist im Lauf der Zeit langsam gewachsen. 1989 ist ein weiterer kleiner
Raum hinzugekommen, 2000 hat wurden die Räume der Änderungsschneiderei übernommen
und aus dem kleinen Laden Lylla dankbar wurde ein Biomarkt mit Frischwaren-Abteilung.
Jetzt arbeiten durchschnittlich 3-4 Mitarbeiter auf Teilzeitbasis im Lylla
Biomarkt, Schüler und Studenten ergänzen manchmal das Team zum Aushelfen.
Es gibt feste Zuständigkeiten der Mitarbeiter, z.B. für die Bestellung von
Frischwaren . Bisher ist der Biomarkt ein erfolgreiches Projekt im Kiez, es
geht eben nicht nur um das Verkaufen, sondern um eine Überzeugung, eine andere
Lebensart. Biologische Lebensmittel sind eine lebenswertere Alternative. Das
wird mit viel Engagement von Verena Hanke und ihrem Team "rübergebracht".
Und die Kundschaft weiß den fachkundigen Rat und das umfangreiche Angebot
des Lylla-Teams zu schätzen.